Herzlich Willkommen: Mercator-Fellow Prof. Lundquist!

Auch in diesem Jahr darf der SFB einen Mercator-Fellow begrüßen: Prof. Julie K. Lundquist von der John Hopkins Universität in Baltimore, USA. In den nächsten Wochen wird Prof. Lundquist an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg mit unserem Teilprojekt A07 zusammen arbeiten.

“Meine Forschung konzentriert sich darauf, anspruchsvolle atmosphärische Bedingungen, Wechselwirkungen zwischen Ozean und Atmosphäre sowie die atmosphärischen Auswirkungen großer Offshore-Windparks zu verstehen, unter Verwendung integrierter Beobachtungen sowie geschachtelter Simulationen, die mesoskalige Modelle mit Large-Eddy-Simulationen kombinieren.”

Prof. Lundquist leitet eine interdisziplinäre Forschungsgruppe an der Johns Hopkins University und hält zudem eine gemeinsame Professur am National Laboratory of the Rockies (ehemals National Renewable Energy Laboratory). Ihre Forschungsgruppe nutzt Beobachtungs- und Simulationsmethoden, um die atmosphärische Grenzschicht zu erforschen; dabei liegt der Schwerpunkt auf atmosphärischen Einflüssen auf die Energiegewinnung, etwa der Leistung von Windkraftanlagen, der Dynamik von Nachlaufströmungen (Wakes) hinter Windkraftanlagen sowie den Auswirkungen der Windenergienutzung auf die Umgebung. Bevor sie als „Bloomberg Distinguished Professor“ für Atmosphärenwissenschaften und Windenergie an die JHU kam, konzipierte und leitete Dr. Lundquist Energieprojekte am Lawrence Livermore National Laboratory (2002–2009) und führte eine Forschungsgruppe an der University of Colorado Boulder (2010–2024). Sie erwarb sowohl ihren Master- als auch ihren Doktortitel (Ph.D.) in den Bereichen Astrophysik, Planeten- und Atmosphärenwissenschaften an der University of Colorado Boulder. Ihr Bachelorstudium in Englisch und Physik absolvierte sie an der Trinity University in San Antonio, Texas. 

Ihre aktuelle Forschung konzentriert sich auf Nachlaufströmungen von Offshore-Windparks und die Dynamik der marinen Grenzschicht (DOE WFIP3), Wechselwirkungen zwischen Offshore-Energieinfrastruktur und Extremereignissen (OWIND) sowie Nachlaufströmungen von Onshore-Windparks (DOE AWAKEN). Über die Windenergie hinaus umfassen ihre Forschungsprojekte die Bestimmung der Dissipationsrate in der atmosphärischen Grenzschicht (NSF-CAREER), Strömungen in komplexem Gelände (NSF: Perdigão) sowie die Verbesserung von Simulationsmöglichkeiten für Waldbrände (DOI) und Stadtbrände (OPP). Sie ist Fellow der American Meteorological Society (2020) und wurde mit dem NSF CAREER Award (2016) ausgezeichnet.