Ausgezeichnet wurde der Fachbeitrag “Addressing Time Variance in Measurement Systems with Bayesian Model Updating”, den Dr.-Ing. Jan-Hauke Bartels gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Steffen Marx im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 1463, Teilprojekt 01, veröffentlicht hat. Der Beitrag erschien in Sensors and Materials (Vol. 37, No. 3(2), 2025, S. 921–942). https://doi.org/10.18494/SAM5393.
Im Mittelpunkt der ausgezeichneten Arbeit steht die Untersuchung zeitabhängiger Veränderungen in Messsystemen am Beispiel von Laser-Triangulationssensoren. Ziel der Studie war es, Alterungseffekte und deren Einfluss auf die Messgenauigkeit systematisch zu erfassen und zu kompensieren. Hierzu wurde ein Ansatz auf Basis des Bayesian Model Updating entwickelt. In mehr als 140 Teilversuchen konnten sowohl zufällige als auch systematische Fehlereinflüsse quantifiziert werden, darunter Effekte infolge von Kabellängen, Sensorpositionierung und Temperaturschwankungen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich insbesondere in frühen Alterungsphasen zeitabhängige Driftprozesse präzise erfassen und experimentell mit hoher Genauigkeit kompensieren lassen. Damit leistet die Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung zuverlässiger und langlebiger Monitoring-Systeme im Bereich des Structural Health Monitoring.
Jan-Hauke Bartels sagt zu der Auszeichnung: „Ich fühle mich sehr geehrt, den renommierten S&M Young Researcher Paper Award 2025 von Sensors and Materials zu erhalten. Mein besonderer Dank gilt meinem Ko-Autor und Promotionsbetreuer Prof. Steffen Marx für seine kontinuierliche Unterstützung und die wertvolle fachliche Begleitung während dieser Arbeit.“
Auch künftig wird sich Jan-Hauke Bartels in seiner Forschung mit der Unsicherheitsquantifizierung in Messsystemen, robusten Sensorkonzepten und zugehörigen Materialien befassen, um verlässliche Verfahren für das Structural Health Monitoring weiterzuentwickeln.